Hochunnutz im Rofan am Achensee
Der Hochunnutz ist mit seinen 2075 m der mittlere Gipfel des Unnutz-Kamms. Er steht oft ein wenig im Schatten seines südlichen Nachbarn, des Vorderunnutz, ist aber der eigentliche Höhepunkt der Kette – vor allem, weil es hier oben deutlich ruhiger zugeht. Der Gipfel ist weniger spektakulär wie die Rotspitze und die Rofanspitze und der Hochiss.
Das Herzstück des Unnutz-Kamms
Wer den Hochunnutz von Achenkirch aus in Angriff nimmt, kommt an der Zöhrer Alm 1334 m vorbei. Sie dient als letzter wichtiger Stützpunkt vor dem eigentlichen Gipfelsturm und liegt wie auf einem Aussichtsbalkon hoch über dem Achensee. Von der Terrasse aus genießt man einen Ausblick auf das gegenüberliegende Karwendelgebirge. Der Zustieg beginnt am Parkplatz der Hochalmlifte in Achenkirch und führt zunächst durch bewaldetes Gebiet in Serpentinen nach oben. Es handelt sich dabei um einen klassischen Bergweg, der zwar durchaus steil ist, technisch aber keine großen Schwierigkeiten bereitet.
Der sportliche Weg zum Hochunnutz Gipfel
Sobald man die Zöhrer Alm hinter sich lässt, wird die Wanderung deutlich sportlicher. Der Pfad führt nun über weite und sehr steile Grashänge hinauf in Richtung des Kamms. Dabei lässt man den schützenden Wald komplett hinter sich und wandert durch offenes Gelände. Das garantiert zwar eine fantastische Fernsicht, setzt einen aber auch der vollen Sonneneinstrahlung aus, was man besonders im Hochsommer unterschätzen sollte. Trittsicherheit ist auf diesem Abschnitt unerlässlich. Je höher man steigt, desto weiter öffnet sich der Blick. Oben am Gipfelkreuz des Hochunnutz wirst du mit einem richtig genialen 360-Grad-Panorama belohnt, für das dieses Massiv so berühmt ist – nach Norden zum Sylvensteinsee und nach Osten zum Guffert. Der Aufstieg ist ein stetiges „Wadeltraining“ mit rund 1150 Höhenmetern.
Wichtige Hinweise für die Tourenplanung
Bei aller Begeisterung für die Aussicht sollte man die Zeitplanung nicht unterschätzen. Der Weg von der Zöhrer Alm bis ganz nach oben zum Gipfel des Hochunnutz zieht sich oft länger hin, als man es beim Blick von der Almterrasse vermuten würde. Ein kritischer Punkt für die Sicherheit und das Wohlbefinden ist zudem die Wasserversorgung. Da es oben am Grat und in den steilen Gipfelflanken keinerlei Quellen gibt, ist es ratsam, die Trinkvorräte an der Zöhrer Alm auf jeden Fall noch einmal komplett aufzufüllen. Nur so ist man für den schattenlosen und schweißtreibenden Aufstieg in den Sonnenhängen gut gerüstet.
Die Kammwanderung als alpinistisches Highlight
Der Hochunnutz liegt auf der Unnutz-Überschreitung. Von hier aus kann man über den breiten, welligen Grat zum Vorderunnutz hinüberwandern. Diese Kammwanderung ist ein besonderes Vergnügen für Bergwanderer, da man sich auf einer Höhe von über 2000 Metern bewegt. Das tiefe Blau des Achensees liegt einem dabei fast die gesamte Zeit über zu Füßen, was diesen Weg zu einer der lohnendsten Gratbegehungen in den Brandenberger Alpen macht.
Klassische Hochunnutz Wanderung
| Merkmal | Daten & Fakten |
| Gipfel | Hochunnutz |
| Höhe | 2075 m |
| Start- & Zielpunkt | Parkplatz Hochalmlifte, Achenkirch (ca. 930 m) |
| Wichtigste Station | Zöhrer Alm (1334 m) |
| Höhenunterschied | ca. 1.150 Höhenmeter (Auf- und Abstieg) |
| Streckenlänge | ca. 8,5 (Gesamtstrecke hin und zurück) |
| Gehzeit (Gesamt) | ca. 5,5 bis 6,5 Stunden |
| Schwierigkeitsgrad | Mittelschwer (Roter Bergweg) |
| Anforderungen | Gute Kondition, Trittsicherheit & Schwindelfreiheit |
| Beste Jahreszeit | Juni bis Oktober (je nach Schneelage) |
Weiterführende Links
- hier kannst du perfekt Wandern im Rofan
- wissenswert über das Rofangebirge
- so schön sind die Brandenberger Alpen
