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Die Kotalm im Rofan am Achensee

Die Kotalm erstreckt sich als weitläufiges Almgebiet im Rofangebirge und liegt zwischen Eben am Achensee und Achenkirch. Hoch über dem Ostufer des Achensees prägt sie den landschaftlichen Übergang von den bewaldeten unteren Hanglagen bis hinauf in die alpinen Felsregionen des Hauptkamms.

Die drei Stufen der Kotalm

Du findest hier gleich drei Kotalmen – die weite Almfläche samt Wald ist in drei Bereiche gegliedert. Sie geht auf die traditionelle stufenweise Bewirtschaftung zurück: Der Kotalm Niederleger markiert die unterste Stufe in den bewaldeten Zonen oberhalb des Sees. Darüber befindet sich der Kotalm Mittelleger, der das Zentrum der Almflächen bildet. Das höchstgelegene Areal ist der Kotalm Hochleger. Dieser ist jedoch nicht mehr aktiv genutzt und die Almhütten verfallen; heute sind dort lediglich noch die Grundmauern der ehemaligen Gebäude zu erkennen, die Zeugnis von der einstigen Bewirtschaftung in dieser exponierten Höhe ablegen.

Der Kotalm Niederleger

Kotalm Niederleger - mit Blick auf das Karwendel
Kotalm Niederleger – mit Blick auf das Karwendel
Kotalm Forststraße - für den öffentlichen Verkehr gesperrt
Kotalm Forststraße – für den öffentlichen Verkehr gesperrt

Der Kotalm Niederleger auf 1155 m nur rund 200 Höhenmeter oberhalb des Achensees. Hierher kommt das Vieh im Frühling zuerst, wenn weiter oben noch zu viel Schnee liegt, und im Herbst verbringen die Tiere hier ihre letzten Tage vor dem Abtrieb ins Tal. Da eine gut ausgebaute Forststraße direkt hinführt, ist der Niederleger auch für die Landwirte der wichtigste Punkt für Logistik und Material. Für Wanderer ist es der Bereich, in dem man beim Aufstieg meist noch im Schatten der Bäume unterwegs ist, bevor sich das Gelände weiter oben öffnet. Rund um den Kotalm Niederleger sind die Buckelwiesen sehr ausgeprägt – eine landschaftliche Besonderheit, die man sonst eher rund um Mittenwald im Karwendel findet.
–> Buckelwiesen Mittenwald

Der Kotalm Mittelleger

Kotalm Mittellege - mit Blick auf die Unnütze
Kotalm Mittellege – mit Blick auf die Unnütze

Alpin wird es dann am Kotalm Mittelleger auf 1637 m. Sobald du hier ankommst, siehst du hinauf ins den Kessel, der von den steilen Felswänden des Rofangebirges eingerahmt wird. Hier oben ist das typische „Rofan-Feeling“ greifbar: Viel Kalkstein, zerklüftete Felsen und weite Grasflächen, auf denen im Sommer das Jungvieh weidet. Weil der Mittelleger ein gutes Stück weg von der Seilbahn und den großen Touristenströmen liegt, ist es hier deutlich ruhiger. Das macht die Gegend zu einem echten Geheimtipp, wenn man Murmeltiere oder Gämsen in Ruhe beobachten möchte. Vom Kotalm Mittelleger siehst du hinüber auf die Unnütze. Ein langer Wandersteig führt ab hier hinüber zum Vorderunnutz – vorher erreichst du auf dem Weg die Köglalm.

Das Steinerne Törl als Übergang

Vom Mittelleger aus zieht sich das Almgebiet stetig bergauf durch alpines Gelände bis zum Steinernen Törl. Diese Felsformation bildet einen natürlichen Durchgang im Gebirgskamm. Das Steinerne Törl stellt die entscheidende Verbindung zur westlich gelegenen Dalfazalm dar. Wanderer nutzen diesen Übergang, um vom Kotalm-Gebiet auf die sonnseitigen Hänge oberhalb von Maurach zu wechseln. Damit verbindet die Kotalm die ruhigeren, nördlich orientierten Bereiche des Rofans mit den bekannteren Wanderwegen rund um die Dalfazalm und die Rofanseilbahn.

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