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Steinernes Tor: Das Steinerne Törl im Rofan

Das Steinere Tor ist einer dieser Orte im Rofan, die man so schnell nicht vergisst. Es ist kein klassischer Gipfel, sondern ein Joch auf 1955 m. Hier führt der Weg zwischen den Felsen vom südlichen Rofan in den nördlichen Teil. Es ist ein felsiger Einschnitt zwischen Klobenjoch und Dalfazer Joch. Du stehst hier am Übergang zwischen den Almwiesen und den schroffen Felsen, für die das Rofangebirge bekannt ist. Es ist aber kein richtiges Felsentor wie beim Prebischtor.

Steinernes Tor - die letzten Meter des Aufstiegs
Steinernes Tor – die letzten Meter des Aufstiegs
Ausblick Steinernes Tor ins Karwendel
Wanderweg Steinernes Tor zum Streichkopfgatterl im Rofan
Wanderweg Steinernes Tor zum Streichkopfgatterl im Rofan

Die leichteste Wanderung zum Steinernen Törl

Die Wanderung zum Steinernen Törl beginnt ganz bequem an der Bergstation der Rofanseilbahn bei der Erfurter Hütte (1840 m). Von hier aus folgst du dem Weg 413/414 Richtung Südwesten. Das Schöne an diesem ersten Abschnitt: Du wanderst auf einem Panorama-Höhenweg fast ohne große Steigungen dahin. Der Achensee liegt dir dabei ständig zu Füßen und leuchtet von unten herauf. Es ist der perfekte Weg, um die Beine für das, was noch kommt, locker zu machen.

Nach einer knappen Dreiviertelstunde erreichst du die Dalfazalm (1693 m). Die Alm ist berühmt für ihren Kaiserschmarrn und legendär für die Terrasse – man hat von dort aus einen der spektakulärsten Blicke auf dn Achensee und das Karwendel. Viele Wanderer bleiben hier schon hängen, aber für dich fängt der spannende Teil jetzt erst an. Nach einer kurzen Stärkung lässt du die Alm hinter dir und nimmst den Pfad Richtung Steinernes Tor in Angriff.

Ab der Dalfazalm ändert die Tour ihren Charakter. Der Weg wird schmaler, steiler und deutlich alpiner. Du wanderst über die Almwiesen zwischen den Felsen nach oben. Insgesamt sammelst du auf der gesamten Tour rund 300 Höhenmeter im Aufstieg. Die Anstrengung lohnt sich aber spätestens dann, wenn du direkt am Steinernen Tor stehst. Der Wind pfeift hier oft ein wenig durch die Scharte, aber das Panorama ist einfach unschlagbar.

Direkter Rückweg oder Rundwanderung: Du hast die Wahl

Am Steinernen Tor angekommen, entscheidest du selbst, wie deine Wanderung weitergeht. Je nach Lust, Laune und Kondition bieten sich dir drei wunderbare Varianten für den Rückweg an:

Die Genießer-Variante: Entlang des Aufstiegswegs

Wenn du es entspannt angehen möchtest, nimmst du einfach denselben Weg zurück. Das hat einen unschlagbaren Vorteil: Du kommst noch einmal direkt an der Dalfazalm vorbei. Eine Einkehr dort ist schon Pflicht und absolut zu empfehlen. Auf der sonnigen Terrasse lässt es sich bei einer ordentlichen Brotzeit und dem fantastischen Blick auf den Achensee hervorragend aushalten, bevor du die letzte flache Etappe zur Bergstation antrittst.
–> Dalfazalm

Die sportliche Runde: Über das Rote Klamml und den Hochiss

Für alle, die noch nicht genug Höhenmeter in den Beinen haben, bietet sich die Route über das Streichkopfgatterl an. Von dort aus wanderst du über das Rote Klamml weiter. Als Krönung kannst du den Hochiss mitnehmen – mit 2299 m der höchste Gipfel im Rofangebirge. Von seinem Gipfel aus hast du eine Rundumsicht, die ihresgleichen sucht, bevor du den Abstieg zurück zur Erfurter Hütte und der Bergstation der Seilbahn in Angriff nimmst.
–> Hochiss

Die aussichtsreiche Kamm-Tour: Über den Dalfaz Kamm und die Rotspitze

Ich persönlich finde diese Wanderung wirklich toll: Alternativ wählst du am Streichkopfgatterl den Weg über den Dalfazer Kamm. Diese Route ist besonders für Fans von Gratwanderungen ein echtes Highlight. Du wanderst über den Kamm zur Rotspitze (2067 m). Dieser Gipfel ist wie eine schmale steinerne Säule – mit einem echt tollen Ausblick auf den Achensee. Von dort führt dich der Weg schließlich wieder hinunter zur Bergstation der Rofanseilbahn. Diese Wanderung bietet dir fast durchgehend freie Sicht auf das Karwendel und das tiefblaue Wasser unter dir.
–> Rotspitze

Weiterführende Links

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