Wandern im Rofan

Gipfel und Wanderungen im Rofangebirge
Herrliche Ausblicke beim Wandern in einer wunderschönen Landschaft! So lassen sich die Wanderungen auf die Gipfel im Rofan am ehesten zusammenfassen. Hoch über dem Achensee liegen die hohen Berggipfel des Rofangebirge und geben den Blick frei auf den „Fjord“ von Tirol. Manche der Gipfelspitzen lassen sich nur über Klettersteige erreichen, andere über versicherte Steige. Viele Gipfel sind relativ problemlos für den „normalen“ Wanderer zu schaffen. Kein Wunder also, dass der Andrang an schönen Sommertagen recht groß sein kann, doch in der Weite des Gebirges verläuft es sich wieder und so mancher dreht auch nur eine kleine Spazierrunde, um schließlich in einem der Berggasthäuser hängenzubleiben und von dort die Aussicht zu genießen.

Da wir keine Kletterer sind, können wir auf dieser Seite leider auch keine Kletterrouten beschreiben, obwohl das Rofan dafür bekannt und sehr beliebt ist. Hier findet ihr Wanderungen für Berggeher mit ein wenig Erfahrung, aber auch Familientouren für Jedermann.

Wunderschön: Der Dalfazer Wasserfall im Rofan

Zur Dalfazalm wandern mit Stopp am Dalfazer Wasserfall
„Alle Wege führen zum Wasserfall“ – Da der Dalfazer Wasserfall ein wirklich lohnendes Ziel ist, führen auch viele Wege dorthin. Vom Ortsteil Buchau in Maurach am Achensee weisen uns die gelben Wanderschilder den Weg dorthin. Mit Parkplätzen ist es nicht ganz einfach. Am besten parkt man an den großen Parkplätzen am See unten und muss dann die viertel Stunde durch die Wohnsiedlungen gehen, bevor man zu den Wanderwegen kommt.

Kürzer ist der Weg zum Dalfazer Wasserfall im Rofan, wenn man nicht vorne am großen Strandbad/Atoll Parkplatz steht, sondern den nächsten Parkplatz weiter nördlich beim Kinderhotel nimmt. Der Weg zum Wasserfall und auch weiter zur Dalfazalm ist relativ steil aber unschwierig. Etwas Kondition, gute Schuhe und der Wille das Zeil zu erreichen gehören hier dazu. Doch auch mit Kindern ist der Weg zu meistern. Bis zum Wasserfall sind etwa 200 Höhenmeter zu bewältigen, dafür geht man zwischen einer halben und dreiviertel Stunde. Das Wasser spritzt einem auf der Aussichtsplattform entgegen, besonders im späten Frühling zur Schneeschmelze rasen gigantische Wassermassen den Berghang hinunter.

—> mehr Informationen über den Dalfazer Wasserfall.

Mit Kinderwagen wandern im Rofan
Bis hierher zum Dalfazer Wasserfall und auch noch ein paar Minuten weiter weiter bis zur Teisslam kann man auch auf einem Forstweg wandern. Somit sind diese Wanderziele im Rofan auch für sportliche „Kinderwagenschieber“ geeigent. Wer es bis dorthin geschafft hat, hat etwa die Hälfte des Weges zur Dalfazalm bezwungen. Ab hier liegt die Wanderung nicht mehr im schattigen Wald, sondern geht über Almwiesen und durch Felsen auf einem schmalen Steig weiter.  Die Kinderwagenwanderung endet dementsprechend davor.

Im Rofan zur Dalfazalm wandern und auf´s Karwendel schauen. Wunderbar.

An diesem steilen Hang zur Dalfazalm kann es an heißen Sommertagen ziemlich warm werden, deshalb hier ganz besonders – aber bitte wie auf jeder anderen Bergtour auch – ausreichend Trinken mitnehmen. Nach ca. zweieinhalb Stunden hat man es geschafft und ist bei der Dalfazalm angekommen. An schönen Tagen kann es recht voll sein, da man die Alm auch über einen einfachen Weg von der Gondelstation erreichen kann. Für die Anstrengung werdet ihr mit einem wunderschönen Blick über den türkisblauen Achensee und das gegenüberliegende Karwendel belohnt. Der Abstieg erfolgt über den gleichen Weg, wie der Aufstieg, Weg. Nr. 413. Achtung es führt noch ein anderer Weg Richtung Maurach, dann hat man unten am See ein ganz schönes Stück zum zurück wandern.

—> der gute Kaiserschmarrn auf der Dalfazalm .

Wandertour zum Hochiss
Der Hochiss ist mit seinen 2299 Metern der höchste Gipfel im Rofan, aber nicht der Schwierigste. Er kann mit ein wenig Bergerfahrung gut bei einer Wanderung erreicht werden. Es gibt drei Varianten, um zu diesem Gipfel zu kommen. Möglich ist der Weg über die Dalfazalm oder von Schwarzenau am Achensee über den Kotalm Mitterleger. Diese beide Touren sind zum Wandern sehr lang, da sie vom Achensee direkt wegführen. Es sind so über 1300 Höhenmeter zurückzulegen und diese Distanz ist nur für sehr konditiosstarke Wanderer zu empfehlen. Die Wanderung von der Bergstation der Seilbahn ist mit ca. 500 Höhenmeter einfacher und dauert etwa zwei Stunden im Aufstieg. Der Weg ist von der Bahn weg gut beschildert und führt uns erst über viele schöne Almwiesen.

Der Aufstieg von der Dalfazalm auf den Hochiss im Rofangebirge

Später wird das Gelände steiniger und der Weg erfordert zum Teil etwas Trittsicherheit. Mit ganz kleinen Kindern würde ich den Weg nicht empfehlen, ab etwa acht Jahren, mit etwas Bergerfahrung ist der Weg wahrscheinlich gut gehbar. Bitte das individuelle Können der Kinder ungedingt beachten! Die letzten Meter geht es noch über über eine Flanke nach oben, bevor man am Gipfelkreuz steht. Ein toller 360 Grad Blick rund um die umliegenden Gipfel, hinüber ins Karwendel, aber auch Richtung Alpenhauptkamm erwarten euch hier. Für Touren in dieser Höhe solltet ihr daran denken eine zusätzliche Jacke einzupacken. Gerade mit Wind kann es ganz schön kühl werden. Der Rückweg, erfolgt über die gleiche Strecke wie der Hinweg. Es wäre auch eine Rundtour über das „Steinerne Tor“ und die Dalfazalm möglich, dieser Weg ist dann aber doch recht weit und hat zwischendurch einen zwar verSicherten aber nicht einfachen Abstieg. Der Weg über die Rotspitze ist nur für sehr erfahrene Alpinisten geeignet.

Hier das Video mit dem Blick rund um den Hochiss:

Zum „Adlerhorst“ auf den Gschöllkopf wandern
Diese recht einfache aber aussichtsreiche Wanderung ist vor allem für Familien ein schönes Erlebnis. Von der Bergstation der Rofanseilbahn wandert man auf dem Wg Nr. 413 Richtung Hochiss. Nach einer dreiviertel Stunde erreicht man die Abzweigung auf den Gschöllkopf hinauf. In einigen Kurven führt der Weg teils durch Latschen hindurch auf den Gipfel. Nach eingesamt einer guten Stunde ist man oben. Hier erwartet einen der vor einigen Jahren entsandene „Adlerhorst“. Von außen sieht diese tolle Ausscihtsplattform tatsächlich wie das Nest eines Adlers aus und schmiegt sich an den Berggipfel. Für Abenteuerlustige startet hier auch der „Abflug“ des AIRROFAN SKYGLIDER – man fliegt wie ein Adler zur Bergstation hinab. Mit 80 km/h geht es -natürlich gesichert- hinunter. Alle anderen bestaunen den tollen Ausblick auf den Achensee und die herrliche Berglandschaft. Wer nicht den Gipfel erklimmen möchte, für den führt eine schöne kleine Rundtour am Fuß des Berges um den Gschöllkopf herum. Dauer etwa eineinhalb Stunden.

Der Ausblick beim Wandern auf die Rofanspitze

Ein Klassiker: Die Wanderung auf die Rofanspitze
Einfach aber relativ weit zum gehen ist die Wanderung zur Rofanspitze. Etwa zweieinhalb bis drei Stunden ist man für die knapp 400 Höhenmeter am Weg. Wen die Länge der Tour nicht stört, wird mit einer Wanderung durch eine wunderschöne Berglandschaft belohnt. Grüne Almwiesen schmiegen sich unter den schroffen steilen Wände des Rofan. Der Trubel rund um die Seilbahn nimmt mit jedem Schritt ab und man kann die Natur genießen. Von der Bergstation folgen wir dem gut beschildertem Weg zur Rofanspitze. Immer leicht bergan, und manchmal wieder ein klein wenig bergab führt uns der Weg. Hier kann man auch viele Kletterer beobachten, die sich ihren Weg über die zahlreichen Routen suchen.

Auf den Abzweigen eher links halten, auch wenn die anderen wege später wieder mit unserem Weg zusammenführen. Nach ein- bis eineinhalb Stunden kommt man an der Gruberlacke vorbei, ein winziger See, eingebettet in grüne Wiesen- wunderschön! Etwas mehr als die Hälfte der Wanderung ist nun geschafft. Weiter geht die Wanderung im Rofan über schöne Hänge geht der Weg weiter zum Gipfelkreuz. Wer hier nicht ein wenig sitzen mag und sich das tolle Panorama anschaut ist selber schuld. Zurück kann man über den Schafsteigsattel gehen. Von hier aus hat man noch mal einen tollen Blick auf den Zireiner See. Dieser liegt herrlich zwischen den östlichen Rofangipfeln und schimmert je nach Sonneneinstrahlung, blau oder türkis zu uns hinauf. Dannach geht der Abstieg wieder Richtung Erfurter Hütte.

Dort gibt es zwei gute Möglichkeiten zum Einkehren:
—> im Berggasthof Rofan und auf der Erfurter Hütte

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